Kartoffel-Chicorée-Gratin

Gratin, Gratin, Gratiiiin!
Mit Mandelkäse und Fake Bacon. Der Himmel auf Erden für all jene, die was für die deftige Küche übrig haben.. 😉

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Gemüse:

2 Chicorée
500 g Kartoffeln
1/2 Räuchertofu (z.B. von Taifun „mit Kräuter“)
1/2 TL Rauchsalz
Brat-Olivenöl
Margarine
Basilikum

Für die „Käse“-Sauce:

3 EL Mandelmus mit
120 ml heißem Wasser glatt rühren,
2 EL Hefeflocken
Muskatnuss
Pfeffer
Salz
Oregano
1 TL Zitronensaft

…Kartoffeln im grossen Topf mit Wasser bissfest garen, dann in Scheiben schneiden.
…In der Zwischenzeit den Räuchertofu in Würfel schneiden und in einer Bratpfanne im Brat-Olivenöl kross anbraten, mit etwas Rauchsalz würzen.
…Eine Gratinform mit Margarine einfetten, die Chicorée halbieren und mit den Kartoffeln und dem Räuchertofu füllen.
…Alle Zutaten für die Käsesauce in einer Schüssel gut mischen, über das Gemüse in die Gratinform schütten.
…Bei 180°C den Gratin in den Ofen schieben und da drin für ca. 20-30 min stehen lassen. Ganz zum Ende mit dem Basilikum garnieren.

Körnerbrot aus Emmer

Auch aus der Reihe „Ich habe die Nase voll vom Weizen“: Der Emmer. Gehört zwar ebenfalls zur Familie des Weizen, ist aber so viel aromatischer und würziger im Geschmack, wie der weitverbreitete Weichweizen. Der Emmer, auch bekannt als Zweikorn, wird seit über 10’000 Jahren angebaut und gehört somit zu den sogenannten Urgetreiden. Er stammt aus dem Gebiet des Orient, war dank seinem genügsamen Nährstoffbedarf aber auch im hiesigen Lande lange verbreitet, bis er um die Zeit des 2. Weltkrieges dann in Europa fast komplett verschwand. Heute wird er vorwiegend in der Region um die Türkei, Libanon, Israel und Irak kultiviert, doch auch in Italien, Deutschland und der Schweiz nimmt der Anbau des Urgetreides wieder zu.

Zum Glück! Denn vor einiger Zeit bin ich auf den Blog eines passionierten Hobby-Brotbäckers aus meiner alten Heimatstadt St. Gallen getroffen (http://foodies.pixelfreund.ch/schnelles-brot/), wobei mir dieses eine simple Brotrezept sofort auffiel, das ich dann mit meiner Neuerwerbung Emmer ausprobiert habe. Und siehe da, ein wundervolles Brot entstand..

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Zutaten für ein kleines Brot:

1/2 Würfel Frischhefe
225 ml lauwarmes Wasser
250 g Emmer-Vollkornmehl
25 g Kürbiskerne
25 g Sesam
25 g Leinsamen
1 TL Salz
1 EL Apfelessig
Pflanzenmargarine

…Hefe im Wasser auflösen.
…Alle weiteren Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Knetmaschine auf tiefer Stufe oder einfach von Hand zu einem kompakten Teig kneten.
…Den Teig mit Mehl „einstauben“, auf eine bemehlte Fläche geben, etwas länglich rollen, leicht schrauben und in eine mit Pflanzenmargarine gefettete Form geben.
…Den Teig nicht gehen lassen sondern direkt in den kalten Backofen schieben.
…Bei 200° Ober/Unterhitze 50-60 min backen, dann aus der Form lösen und nochmals 10 min nachbacken.

Schweizer Omeletten oder Englische Pancakes oder Russische Blinis?

Irgendwie eine Mischung von allem. Gerade bin ich auf der Suche nach neuen (alten) Mehlsorten, da mir der Weizen aus dem Hals hängt.. Letzte Woche machte ich so im Supermarkt Bekanntschaft mit dem Buchweizenmehl, auf dessen Packung etwas von Blinis stand. Unwissend habe ich das Ganze mal gegoogelt und freudig festgestellt, dass es sich bei Blinis um eine Art Pfannkuchen handelt, oft aus Buchweizenmehl hergestellt, ein wenig auch als Arme-Leute-Essen verschrien.

Und das Beste daran (dass ich nicht selber darauf gekommen bin, fuchst mich schon ein wenig): Endlich habe ich das Mittel zur perfekten Konsistenz gefunden: Frischhefe. Keine halbgarene Experimente mit Backpulver und Natron mehr, dank Hefe und Lupinenmehl werden die Pfannkuchen so richtig schön fluffig!

Das Herz jedes Pfannkuchenliebhabers schlägt da höher..Ich verspreche es euch..

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Es braucht für ca. 8 Blinis:

200 g Buchweizenmehl
50 g Lupinenmehl
3 EL gehackte Haselnüsse
3/4 TL Kala Namak
1/4 TL Meersalz
1 EL Zitronensaft
1 EL Agavendicksaft
1/2 Würfel Hefe
Sojamilch nach Bedarf

…Alle Zutaten miteinander vermengen, so dass ein dickflüssiger Teig entsteht.
…Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort (im Winter z.B. in einem warmen Wasserbad) für 1 Stunde gehen lassen.
…In reichlich Brat-Sonnenblumenöl dann die Blinis in Untertassengrösse beidseitig anbraten.

Beilagen:

– Viel Gemüse! (Broccoli, Lauch, Karotten..)
Karamellisierte Zwiebeln oder Zimtzucker
Vegane Tzaziki (125ml Nature Sojajoghurt mit ca. 80 g fermentiertem Tofu, einem EL Olivenöl, einem Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen, eine 1/2 geraffelte Gurke nach dem salzen und abtropfen lassen unterheben, fertig)

Äthiopisch angehauchte Linsensuppe

Hoffentlich seid ihr alle so erholt und habt so viel Liebe bei Freunden und Familie getankt, wie ich das in den letzten Tagen gemacht habe. Bei einigen wird der Alltag schon wieder Einzug gehalten haben, andere schwelgen noch in der nachklingenden Feiertagsstimmung. Ich versuche auf jeden Fall noch ein wenig davon zu behalten..Und vielleicht fällt ja auch bald ein wenig Schnee..

Zu Weihnachten bekommt man ja so allerhand geschenkt. Bei mir war es unter anderem eine Packung mit feinen Gewürzmischungen von Sonnentor. Als bekennende Gewürzfanatikerin freut mich sowas natürlich besonders. Und da nach den Feiertagen bei der Familie in der alten schweizerischen Heimat mein Berliner Kühlschrank ausserordentlich leer war, musste ich ein wenig kreativ werden: Aus eingefrorenem Sellerie und Petersilie bastelte ich eine köstliche Linsensuppe. Das Foto wieder analog geschossen und gestern Abend selber entwickelt und heute gescannt, schon isses im Internet. Rezept unten!

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Äthiopisch angehauchte Linsensuppe

Für die brauchts:

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
200 g gelbe Linsen
1 Bund Petersilie
1/2 Sellerie
Berberegewürz von Sonnentor
Kreuzkümmel
Pfeffer und Salz
Zitronensaft
Basilikum
Chilifäden

 

…Zwiebeln und Knoblauch im Bratöl andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind.
…Nun die Linsen, die gehackte Petersilie und Sellerie mit dem Berberegewürz beigeben und 2 min  rührend andünsten.
…Mit ca. 1,5 L Wasser ablöschen, köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Nun alles pürieren.
…Mit frisch gemahlenem Kreuzkümmel, Pfeffer und Salz abschmecken. Garnieren mit Chilifäden, ein wenig Zitronensaft und gezupftem Basilikum.

Guten Appetit!

Link zum Gewürz: https://www.sonnentor.com/Produkte-Online-Einkaufen/Gewuerze/Pikante-Mischungen/Berbere

Weihnachtlicher Glühwein

Alle Jahre wieder Glühwein!
Immer in der vorweihnachtlichen Zeit steigt bei mir die Vorfreude und das Verlangen nach Glühwein.. Daraus hat sich die Tradition entwickelt, dass ich bereits im November günstige Rotweine einkaufe und diese degustiere. Denn der Wein soll nicht einfach nur günstig sein, sondern auch trinkbar und am liebsten „süffig“. Ich habe da eine besondere Vorliebe für italienischen oder spanischen Wein entwickelt.. Im Dezember lade ich dann meine Nachbarn und Freunde im Innenhof, bei Musik und süssen Leckereien zu einem Glühwein-Apéro. Das ist jedes Mal ein Spass. 🙂

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Weihnachtlicher Glühwein

Zutaten für 3 Flaschen Wein:
3 Flaschen günstigen Rotwein
50ml Rum
2 Orangen, in Scheiben geschnitten
1 Orange, ausgepresst
Nelken
Zimtstangen
Kardamon
Sternanis
Anis
1 Apfel, in Scheiben geschnitten
viel Vollrohrzucker

…Den Rotwein, die Gewürze (keine Pülverchen!), die Orangenscheiben, frisch gepressten Orangensaft und die Apfelscheiben in einen grossen Topf geben und bei niedriger Stufe erhitzen, nicht kochen!
…Dann den Rum und den Zucker hinzugeben, kräftig rühren.
…Am Schluss den Wein durch ein Sieb giessen und heiss trinken. Prost!

Schweizer Rösti mit gemischtfarbenen Kartoffeln

Hallo meine Lieben! Schon länger habt ihr nichts mehr von mir gehört, dies hat einen Grund: Ich habe die letzten beiden Gerichte richtig oldschool auf Film festgehalten. Und ich muss sagen, das Ergebnis ist ziemlich cool. Es wirkt für mich zeitloser als mit der Digitalkamera und benötigt kaum bis gar keine aufwendige Nachbearbeitung in Photoshop.

Entspricht auch dem Versprechen an mich selber, mich mehr auf das Wesentliche zu fokussieren, zu entschleunigen und auf beste Qualität hinzuarbeiten. Der Perfektionist in mir jubelt grade.. Und entspricht ja auch alles dem aktuellen Zeitgeisttrend. Genug Blabla.

Hier mein neuestes Grundrezept aus der traditionellen Schweizer Küche:

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Schweizer Rösti mit gemischtfarbenen Kartoffeln

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3-4 Kartoffeln (in meinem Fall klassisch gelbe und lilafarbene)
Salz & Pfeffer
Paprika
Margarine (z.B. von Alsan)

…Die Kleingeschnittene Zwiebel und Knoblauchzehe in einer Bratpfanne in Pflanzenmargarine glasig braten.
…Dann die geraffelten Kartoffeln (ich habe eine Küchenmaschine dafür, hähä) unterrühren und kurz dünsten, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
…Die Kartoffelmasse zu einem schönen glatten Kuchen in der Pfanne zusammenschieben, auf schwacher bis mittlerer Hitze braten.
…Wenn die Ränder dunkelbraun werden, über die ganze Geschichte einen Teller stülpen und mit dessen Hilfe die Pfanne wenden. Die Rösti liegt nun auf dem Teller und kann von diesem Teller nun vorsichtig wieder in die Pfanne rutschen. Evtl. alles nochmals ein wenig zusammenschieben, festdrücken. Nun nochmals anbraten und fertig!

Kartoffel-Pastinakenstock an einer veganen Bratensauce

Ich plage euch mal wieder mit einer schweizer Kindheitserinnerung: Dem „Herdöpfelstock“ mit brauner Sauce. Der Herdöpfelstock ist im allgemeinen deutschen Sprachraum auch als Kartoffelpüree bekannt, die braune Sauce als Bratensauce. Aber halt, Bratensauce ist doch nicht vegan! Das ist schon richtig, wer aber trotzdem auf diesen typischen Geruch nach Bratensauce steht (wie ich), für den habe ich eine wunderbare Alternative parat… Damit der häufige Kartoffelstock nicht zu langweilig wird, gibt es ihn dieses Mal in einer Variante mit dem Saisongemüse Pastinaken.

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Ich sag dann mal: Ran an die Pfannen!

Kartoffel-Pastinakenstock:
500 g Kartoffeln
500 g Pastinaken
250 ml Sojamilch (ohne Zucker)
1 EL Margarine
Muskat
Salz & Pfeffer

…Die Kartoffeln und Pastinaken waschen und in Würfel schneiden. Im Salzwasser bei geschlossenem Deckel auf mittlerer Stufe garen, bis sie weich sind.
…Sobald die Kartoffeln weich sind, das Wasser abgiessen und die Sojamilch und die Margarine untermischen. Die Kartoffeln stampfen oder durchs Passe-Vite treiben, mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

-> Dazu passen eine Bratensauce und in Margarine gedünstete Lauchringe hervorragend.

Vegane Bratensauce:
1 Zwiebel
2 EL Brat-Sonnenblumenöl
2 EL Mehl
1 Knoblauchzehe
1/2 L Gemüsebrühe
1 TL Hefeflocken
1 EL Sojasauce
Rauchsalz & Pfeffer
evtl. 1 dl Rotwein

…Die kleingeschnittene Zwiebel im Öl ca. 5 min anbraten.
…Das Mehl beigeben, dann alles ca. 8-10 min nussbraun, weich und breiig garen.
…Den kleingeschnittenen Knoblauch beigeben, kurz mitraten und dann mit dem Rotwein ablöschen, die Gemüsebrühe beigeben. Sollte kein Rotwein vorhanden sein, kann direkt mit der Gemüsebrühe abgelöscht werden.
…Die Gemüsebrühe ca. 10 min einkochen, dann die restlichen Zutaten beigeben. Nach Belieben nochmals mit Rotwein abschmecken.

Grüne Vogelnester (aus Pastinaken und Lauch)

Habe mich gestern mit frischem Gemüse auf dem Wochenmarkt in Weissensee eingedeckt. Daraus ist dann diese Kreation entstanden:

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Zutaten für die Nester:
200 g Pastinaken
200 g grüner Lauch
6 EL Sojamilch
6 EL Mehl
1 TL gehackter Rosmarin
1/2 TL Meersalz
1 gehackte Chilischote
Margarine

…Die Pastinaken schälen, mit dem Sparschäler in Streifen hobeln. Die Lauchstangen ebenfalls in etwa gleich lange Streifen schneiden.
…Das Gemüse im Dampf garen, sollte zum Schluss aber noch bissfest sein.
…Sojamilch bis Chili in einer Schüssel vermengen.
…Mit einer Gabel „Nester“ drehen, im Teig wenden und dann in der Bratpfanne in Margarine auf einer Seite anbraten.

-> Dazu passt wunderbar eine frische Tomatensauce und Polenta…

Wenn grosse Pastinaken kleine Pastinaken machen:

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Brokkoli-Topinambur-Quiche mit gerösteten Pinienkernen

Jeeeee, eines meiner aufwendigeren Lieblingsgerichte erfolgreich veganisiert! Das Experimentieren hat sich gelohnt.

Natürlich ist das Gemüse nach Bedarf auswechselbar, jegliche Arten von Kohl (ich denke da insbesondere an den nährstoffhaltigen Grünkohl), Kartoffeln, Spinat etc. sind denkbar. Viel Freude bereitet mir der „Fake Bacon“, auch bekannt als Räuchertofu. Schmeckt einfach himmlisch.

Und hier kommt nun das versprochene Rezept:

Brokkoli-Topinambur-Quiche mit gerösteten Pinienkernen

Zutaten für eine Springform:
1 Blätterteig
2 EL Semmelbrösel
2 EL Brat-Sonnenblumenöl
450 g Brokkoli (grünes Gemüse vorher blanchieren)
200 g Topinambur
1-2 Zwiebeln
1-2 Knoblauchzehe
Weisswein
100g Räuchertofu (z.B. von Taifun „mit Kräuter“)
Rauchsalz
8 in Öl eingelegte Tomaten

Guss:
Frischer Schnittlauch
450 ml Sojarahm
1 EL Zitronensaft
3 EL Kichererbsenmehl
3 EL Maisstärke
2 gehäufte EL Hefeflocken
Muskatnuss
Salz und Pfeffer
Kala Namak

3 EL Pinienkerne
4 Cherrytomaten

…Zwiebeln, Knoblauch und Räuchertofu (alles klein geschnitten) in 2 EL Brat-Sonnenblumenöl, gewürzt mit einer Prise Rauchsalz, andünsten, bis die Zwiebeln glasig und der Räuchertofu kross ist.
…Die in Streifen geschnittenen eingelegten Tomaten beigeben, kurz mitbraten, dann das klein geschnittene Gemüse (Brokkoli und Topinambur) beigeben und mitdünsten.
…Mit 2-3 dl Weisswein ablöschen und auf mittlerer Stufe köcheln lassen.
…In der Zwischenzeit aus dem frischen Schnittlauch bis Kala Namak den Guss herstellen.
…Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett braun rösten und 3/4 dem Guss beigeben.
…Eine Springform mit dem Blätterteig auslegen und den Boden mit Semmelbrösel bestreuen.
…Das Gemüse zum Guss in die Schüssel geben und vermischen, abschmecken.
…Dann in die Springform füllen und mit den in Scheiben geschnittenen Cherrytomaten und den restlichen Pinienkernen belegen.
…Bei 220°C für ca. 40 min im Ofen backen.

En Guätä 🙂